Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2019

87.145 Einbrüche erfasste die Polizei im Jahr 2019 – Zahlen erneut auf historischem Tiefstand

Am 24. März 2020 wurden die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. 

Für das Jahr 2019 verzeichnet die Polizei einen Rückgang der Wohnungseinbruchsdiebstähle um 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sank die Zahl der erfassten Fälle von 97.504 Fällen (2018) auf 87.145 Fälle. Dies ist die niedrigste Zahl seit 1992 – das Jahr, in dem die erste gemeinsame Kriminalstatistik von Ost und West veröffentlicht wurde. 

Quellenhinweis: 
Alle hier genannten Zahlen wurden aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2019 entnommen: Bundeskriminalamt, Jahr 2019. 

97.504 Einbrüche erfasste die Polizei im Jahr 2018 - rund 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Läutet dies endgültig eine positive Trendwende beim Wohnungseinbruchsdiebstahl ein? © ABUS
Wohnungseinbruchsdiebstahl 2019 in Zahlen © pexels - Sebastian Sorensen

Wohnungseinbruchdiebstahl 2019 in Zahlen

Die wichtigsten Fakten für 2019 im Überblick:

  • Anzahl Wohnungseinbruchdiebstähle insgesamt: 97.504 Fälle (Vergleich 2017: 116.540 Fälle).
    Dies ist ein Rückgang um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Verursachter Versicherungsschaden: 
    Diese verursachten einen Schaden von rund 260,70 Millionen Euro (Vergleich 2017: 302 Millionen Euro).
  • Anzahl der verhinderten bzw. nicht erfolgreichen Wohnungseinbrüche: 
    2019 stieg die Zahl der nicht vollendeten Einbrüche auf 45,3 Prozent (Vergleich 2018: 45,4 Prozent). Wir sagen: Sicherungstechnik wirkt! 
  • Die Aufklärungsquote sank auf 17,4 Prozent (Vergleich 2018: 18,1 Prozent).

Tageswohnungseinbrüche 

Tageswohnungseinbrüche zählen statistisch zu den Wohnungseinbrüchen, werden aber gesondert aufgelistet.

Viele meinen, Einbrüche finden nur nachts statt (siehe auch: Vorurteile und Mythen). Das Gegenteil ist der Fall. Tagsüber, am frühen Abend oder an den Wochenenden sind beliebte Einbruchzeiten bei Dieben. Bei den Tageswohnungseinbrüchen sank die Zahl der erfassten Fälle um 15,1 Prozent auf 33.101 Taten (zum Vergleich 2018: 38.099 registrierte Fälle). 

Gebäudeeinbrüche im Privatbereich inklusive Keller, Böden und Waschküchen

Auch Keller, Böden und Waschküchen sind ein häufiges Ziel von Einbrüchen. Lag die Zahl 2018 noch bei 183.987 Einbrüchen, sank auch hier die Zahl im Jahr 2019 auf 86.604 erfasste Fälle. 

97.504 Einbrüche erfasste die Polizei im Jahr 2018 - rund 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Läutet dies endgültig eine positive Trendwende beim Wohnungseinbruchsdiebstahl ein? © ABUS

Wer bricht ein? – Über die Täter

Die meisten möchten es nicht glauben, aber die Zahlen beweisen es: 46,3 Prozent aller Täter kommen aus der Gemeinde, wo sie den Einbruch verüben. Das bedeutet, der Einbrecher kommt möglicherweise aus der direkten Nachbarschaft. 

Auf Platz 2 liegt das eigene Bundesland: 17 Prozent aller Tatverdächtigen gehen im eigenen Bundesland auf Beutezug. Aus dem Landkreis stammen 9,5 Prozent der Einbrecher, und 6,9 Prozent aus ganz Deutschland. Die Quote der Täter außerhalb des Bundesgebietes liegt lediglich bei 6,3 Prozent. 

© flaticon - Freepik

So "tickt" der Einbrecher – wann Einbrecher zuschlagen

Die meisten Einbrüche geschehen nachts? Und vor allem in den Sommerferien haben Einbrecher "Hochsaison"? Das stimmt so nicht!

Die aktuelle Kölner Studie sagt:

  • Einbrecher treiben meist von donnerstags bis samstags ihr Unwesen 
  • Rund jeder zweite Einbruch wird beim Versuch abgebrochen – insbesondere dank installierter Sicherheitslösungen
  • Die meisten Einbrecher versuchen es über Terrassentüren und Fenster, und das meist mit Aufhebeln

Alle Infos zur Kölner Studie von 2018

97.504 Einbrüche erfasste die Polizei im Jahr 2018 - rund 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Läutet dies endgültig eine positive Trendwende beim Wohnungseinbruchsdiebstahl ein? © ABUS

Im Überblick: Wohnungseinbruchdiebstähle

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